Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

Repliken


Repliken von Gradualen oder Urkunden mit Siegel

Mittelalterliche Urkunden mit Siegel, Graduale oder Faximiles aus eigener Anfertigung.

Urkunde mit Siegel

Das Mühlenrecht für das Kloster Wonnental. Rudolf II. von Üsenberg und die Stadt Kenzingen verliehen dem Frauenkloster im Jahre 1256 das Recht, an der Elz eine Mühle zu bauen.
Es blieb bei dem Recht. Die Mühle wurde auf Grund der schwachen Strömung in der Nähe des Klosters nie gebaut.


Abschrift der altlateinischen Minuskel-Schrift mit Tusche und Feder auf Aquarellpapier. Anschließend wurde die Oberfläche mit einem Braunton patiniert. Die Siegel sind aus Knetmasse modelliert.

 

  Urkunde_1256_Muehlenrecht_Wonnental_Replik_H-J_van_Akkeren
Replik Hans-Jürgen van Akkeren
 
     

Schriftprobe

Auszug aus der Stadtrechtsurkunde Waldkirch

"Hey vindes tu wie die Stat waltkirch nach disen von der Herrschafft Schwartzenberg von eim Herren an den ander gefrygt vnd gabet ist"

Quelle: Waldkirch und das Elztal, Hermann Rambach 1988

 

Siegel der Stadt Waldkirch

Die Stadt Waldkirch erhielt am 8. August 1300 von den Herren Johann und Wilhelm von Schwarzenberg das Stadtrecht verliehen, das sich an das Freiburger Recht anlehnte. Seit 1323 ist die Stadt in Österreichischen Händen und Lehen der Schwarzenberger. Im Jahre 1386 fällt die Stadt ganz an Österreich, die sie in den nächsten Jahrhunderten mehrfach verpfändeten, bevor sie 1566 wieder an das Österreichische Herrschaftshaus zurück fällt.
Siegel der Stadt Waldkirch einer Urkunde von 1415. Umschrift +s´.civitatis.de waltkilch. Das Wappen ist ein redendes, eine im Walde stehende Kirche, rechts eine Linde, links eine Eiche.

 

Siegel_Waldkirch_Replika_Hans-Juergen_van_Akkeren
Siegel der Stadt Waldkirch
Replik Hans-Jürgen van Akkeren
Material Bastelknete

 

Siegel_Waldkirch_1300_Replik_H-J.van.Akkeren
Siegel der Stadt Waldkirch
Replik Hans-Jürgen van Akkeren
Material Wachs, patiniert.

 

     
 

Graduale des Klosters Wonnental 1340—1360

Handgefertigte Replik auf Pergament in Originalgröße
(46 x 35 cm) von Hans-Jürgen van Akkeren, 06.10.2013.

„De sancto nycolao epicopus „Nikoloaus wirft Gold zu den drei Jungfrauen. Unter dem Buchstaben T dargestellt ist die Legende, wie der Bischof Nikolaus, mit Mitra und Stab, drei Mädchen Gold schenkt (hier ein goldener Apfel). Damit rettet er sie vor dem Schicksal, von ihrem Vater in ein Freudenhaus verkauft zu werden. Der rechts kniende Stifter stammt  wohl aus der Familie  von Schwarzenberg (Waldkirch). Sein Wappen: schwarzer Berg auf silbernen  (schwarz geworden) Feld. Die Schwarzenbergs waren im Breisgau reich begütert und zählten zu den Mitbegründern von Kenzingen. Ein Heinrich von Schwarzenberg war zu Beginn des 14. Jh. mit einer Tochter von Rudolf von Üsenberg verheiratet. Ein früherer Rudolf und dessen Bruder Burkhart waren wesentlich an der Gründungsphase Wonnentals beteiligt.“

(Auszug aus: Das Graduale des Klosters Wonnental bei Kenzingen,
W. Heiland-Justi)

 

 Graduale-Wonnental_H-J.van.Akkeren
Handgefertigte Replik auf Pergament in Originalgröße
(46 x 35 cm) von Hans-Jürgen van Akkeren, 06.10.2013.

Graduale-Wonnental_H-J.van.Akkeren02
Das Graduale des Klosters Wonnental soll im Mutterkloster Tennenbach entstanden sein. An dem Buchstaben T im obigen Ausschnitt kann man die Ähnlichkeit zum T des Wappens Tennenbach (Bild unten) erkennen.

 

 

Wappen_im_Portal_der_St.Anna.-Kapelle_Kenzingen

Aquarellierte Federzeichnung Hans-Jürgen van Akkeren. St. Anna Kapelle, Kenzingen.

 

 

Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde Waldkirch

Am 8. August 1300 verleihen die Herren Johann und Wilhelm von Schwarzenberg ihrer Stadt das Stadtrecht, das sie an das Freiburger Recht anlehnten. „Wir hr Johans und hr wylhelm herren ze Schwartzenberg thon kunt allen die disen brieff an sehent oder hörent lesen / Das wir der Statt den burgern und der gemeinde ze Waltkirch und ouch den die inder obern statt hinder uns und uff unserm gute sytzent und unser burger da sind oder uns da stire gent…“ geloben beide Herren beim Eide, dass jeder Herr von seinem Teil der Stadt nicht mehr als 7 Mark Silber jährlich erheben werde. Über diese festgesetzte Summe hinaus sollen die Leute eines jeden Herrn entsprechend Geld beisteuern, wenn einer der Herren oder einer ihrer Söhne den Ritterschlag erhält, bei Gefangenschaft oder der Verpflichtung zum Reichsdienst oder bei den Töchtern die Aussteuer leisten.

Um das Jahr 1470 wird die Urkunde in das Rote Kopialburch (GLA KA 65/688) der Stadt Waldkirch übertragen. Vermutlich war die Urkunde in einem schlechten Zustand, denn sie ist leider nicht mehr erhalten.

Im letzten Teil der Abschrift sind die Personen, welche ihre Siegel an die Urkunde angebracht haben, überliefert. „So hant wir beyde unsere Ingesiegele gen und an disen brieff gehenket / Wir auch der Ratt und die Burger ze waltkirch gemeinlich wan dass durch unsern und der stette und der hire nutz geschehen ist und wir auch geschworn haben aller der dinge die von und da vor bescheiden sint die stete ze hande an all generde / Dar um ze eine steten ewigen urbinde unseres eydes und aller vorgeschribener dinge so hand wir auch unsre stette ze waltkirch ingesigel an disen brieff gen und gehenkt und wart dirre brieff gen / …“

Um eine Rekonstruktion der Stadtrechtsurkunde anzufertigen, zog ich die Urkunde von Johannis und Walter von Schwarzenberg zur Orientierung heran, die im Jahre 1315 angefertigt wurde. Die Menge an Text entspricht ungefähr der Überlieferung der Stadtrechtsurkunde im Kopialbuch. Des Weiteren konnten die Siegel von Johannis und der Stadt Waldkirch als Vorlage dienen. So entstand eine rekonstruierte Urkunde in der Größe von 46 cm Breite und 34 cm Höhe. Das Siegel von Wilhelm von Schwarzenberg wurde entsprechend der Größe des Siegels von Johannis rekonstruiert.

Kalligraphie auf Ziegenpergament; Siegel aus Modellierwachs gefertigt; Schnürung aus Leinen.
Hans-Jürgen van Akkeren 2014

Rekonstruktion_Stadtrechtsurkunde_Waldkirch_8.Aug.1300 - 6

 

Copyright © 2018 Atelier van Akkeren, Kunst & Geschichte. Alle Rechte vorbehalten.
WebDesign by Atelier van Akkeren.
Go to top