Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

Rekonstruktion der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg

Freiburg, 9. September 2016

Staatssekretärin Katrin Schütz unternahm eine viertägige Denkmalreise durch die vier Regierungsbezirke des Landes

Letzte Station Freiburg-Neuburg

Staatssekretärin Katrin Schütz startete am 6. September 2016 eine viertägige Denkmalreise durch alle vier Regierungsbezirke des Landes. Ihr Schwerpunkt galt in diesem Jahr dem bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement zum Schutz und der Pflege von Denkmalen.

Schwerpunkt der Denkmalreise für Katrin Schütz war, den ehrenamtlichen Menschen im Land zu Danken und ihnen ihre Wertschätzung für ihre Arbeit und ihren Einsatz entgegenzubringen und ihnen für ihr Engagement zu danken. „So haben auch die nachfolgenden Generationen die Chance, kulturelles Erbe als Geschichte zum Anfassen zu erleben.“

Auf ihrer viertägigen Reise besuchte sie unter anderem das Mausoleum in Weinheim, die Volkssternwarte in Karlsruhe-Rüppurr, die Burgruine Hohenrechberg, die Markthalle in Stuttgart, das Freilichtmuseum Villa Rustica in Hechingen-Stein, die Schlosskirche Haigerloch, eine Güterhalle aus dem Jahr 1873 in St. Georgen und die archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg.

Archäologische Ausgrabung der mittelalterlichen Vorstadt Freiburg-Neuburg (B. Jenisch LAD)

Auf dem Gelände des ehemaligen Heiliggeiststifts entsteht entlang der Deutschordensstraße eine private Wohnbebauung durch die Treubau Freiburg.

Durch den Neubau eines Pflegeheims und Wohnhäusern im Bereich der so genannten Neuburg, einer Stadterweiterung der mittelalterlichen Stadt Freiburg, werden baubegleitende archäologische Maßnahmen notwendig. Durch den Bau einer Tiefgarage auf dem Grundstück des ehemaligen Pflegeheimes Heiliggeiststift wird die dort zu erwartende archäologische Substanz beseitigt.

Im Baufenster sind auf einer Fläche von über 3000 m² archäologische Relikte der bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückreichenden mittelalterlichen Bebauung zu erwarten. Unter anderem befand sich an der Stelle die Kommende des Johanniterordens mit Kirche, Friedhof und Wirtschaftsgebäuden. Historische Abbildungen ließen vermuten, dass insbesondere im nördlichen Bereich des Bauvorhabens eine historische Freifläche lag, die als Ackerland und zum Anbau von Reben genutzt worden ist. Im Süden ist hingegen eine dichte Bebauung entlang einer Straße zu erwarten. Die Baustrukturen der Vorstadt wurden im frühen 17. Jahrhundert niedergelegt und das Gebiet wurde erst wieder ab dem 19. Jahrhundert besiedelt. Im südlichen Bereich der Grabung zeichnet sich ein Straßenkörper ab, an dem sich Häuser reihen, die offenbar im 13. Jahrhundert errichtet worden sind.

Nach Mitteilung des Landesamtes für Denkmalpflege werden die Arbeiten plangemäß bis Mitte Oktober abgeschlossen (Sachstand: Juli 2016). Es sind weitere spannende Erkenntnisse zur Freiburger Stadtgeschichte zu erwarten.

In Freiburg hat sich bedingt durch die rege Bautätigkeit im Jahr 2016 ein Schwerpunkt der Archäologischen Denkmalpflege ergeben. Allein fünf Grabungen werden in diesem Jahr, cofinanziert durch Drittmittel der Vorhabensträger, durchgeführt.

Obwohl in Freiburg weit über 300 archäologische Aufschlüsse vorliegen, ist es an der Johanniterstraße erstmals möglich, großflächig das Gebiet einer Vorstadt zu untersuchen. Aufgrund der fehlenden neuzeitlichen Überprägung haben sich die Infrastrukturmaßnahmen aus der Zeit der Erschließung erhalten. Elemente der mittelalterlichen Stadtplanung und Siedlungserschließung werden so fassbar.

Darstellung des Bezugs zum Schwerpunktthema „Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement bei Schutz und Pflege von Denkmalen“ (B. Jenisch LAD)

Rekonstruktion von Hans-Jürgen van Akkeren 

Durch das Engagement des langjährigen ehrenamtlichen Beauftragten Hans-Jürgen van Akkeren gelang es, diese Baustrukturen zu visualisieren. Herr van Akkeren hat digitale Rekonstruktionszeichnungen der damaligen Anlage und einzelner Gebäude (3 D) in sehr enger Absprache mit dem Grabungsteam und dem zuständigen Gebietskonservator geschaffen.

Besichtigung der Grabungsstelle

Besichtigung der Grabungsstelle Besichtigung der Grabungsstelle Freiburg-Neuburg

Nach der Begrüßung durch Marianne Haardt, Stiftungsdirektorin konnten sich Staatssekretärin Katrin Schütz, erster Bürgermeister Otto Neideck und die Führungskräfte des Landesamtes für Denkmalpflege, an der Spitze Präsident Professor Dr. Claus Wolf, ein Bild von der Grabungsstelle machen.


Dr. Bertram Jenisch (Gebietskonservator Fachbereich Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit) erläuterte, dass im Dreißigjährigen Krieg die Vorstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde und nach der französischen Besetzung, Festungsbaumeister Vauban 1677 die Vorstadt schleifen ließ, um Platz für den Nordteil des Festungsrings zu schaffen. Die Franzosen zogen 1745 aus Freiburg ab und sprengten die gesamten Festungsanlagen. Die Wiederbesiedelung des Gebietes erfolgte erst wieder um 1825. Während den Ausgrabungen konnte festgestellt werden, dass Teile der mittelalterlichen Straßenbebauung im Untergrund erhalten blieben, da durch die Wiederbebauung der Vorstadt im 19. Jahrhundert ein neues Straßennetz angelegt wurde.

Nach der Führung durch die Grabung der Archäologen Andreas Gross (M.A.) und Inga Willmes (M.A.) stellte Hans-Jürgen van Akkeren seine digitale 3D-Rekonstruktion der damaligen Anlage Neuburg und seine Arbeitsweise vor Ort vor.

Hans-Jürgen van Akkeren erläutert seine 3D-Rekonstruktion Hans-Jürgen van Akkeren erläutert seine 3D-Rekonstruktion Neuburg

Fotos: Johanna van Akkeren


 

Aquarelle: Geschichte in Bilder über Waldkirch

Aquarelle

Geschichte in Bilder über Waldkirch

Waldkirch_Spitalmuehle_1880   Waldkirch_Haenselhaus_1880   Waldkirch_1638_vor_dem_Sturm

Bild links: Die Spitalmühle am Gewerbekanal um 1880. Um 1890 abgerissen. Standort am Gewerbekanal Freiburger Straße / Adenauerstraße.
Blibt mitte: Das Hänselhaus um 1880. Um 1955 abgerissen. Standort Marktplatz Ecke Friedhofstraße.
Bild rechts: Waldkirch um 1638 vor der Erstürmung schwedischer Truppen vor dem Niedertor.

Waldkirch um das Jahr 1400

Dauerausstellung im Gasthaus "Zum Storchen" in Waldkirch

Rekonstruktionen der mittelalterlichen Stadt Waldkirch unter wissenschaftlicher Beratung von Dr. Andreas Haasis-Berner, Mittelalterarchäologe.

kastelburg ohne Rahmen   Langestrasse am Niedertor mit Gasthaus zum Storchen ohne Rahmen

Bild links: Die Kastelburg wurde um 1250 errichtet. Die Ansicht zeigt die Burg um 1400, das Rondell wurde um die Zeit noch nicht erichtet.
Bild rechts: Die Lange Straße vor dem Niedertor. Die Abwässer flossen auf der Straße ab. Das Tor war tagsüber geöffnet und wurde erst bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen.

 

Stadtansicht Sued-Ost ohne Rahmen   Stadtansicht Sued-West ohne Rahmen

Bild links: Waldkirch war ringsum von einer Mauer und einem breiten Graben umgeben. Das Niedertor und die roten Ziegeldächer waren schon von weitem zu sehen.
Bild rechts: Der Gewerbekanal schützte eine Seite der Stadt und betrieb die Herrenmühle. Um den Kanal zu überqueren, waren auf beiden Seiten der Stadt steinerne Brücken („Schwibbögen“) notwendig. Im Hintergrund stehen die Klosterkirche St. Margarethen, die Pfarrkirche St. Walburga sowie die Küchlinsburg.

 

Turmstrasse ohne Rahmen   Marktplatz ohne Rahmen

Bild links: In der Stadt gab es viele Gasthäuser entlang der Lange Straße. Gegenüber dem Laufbrunnen befand sich das Gasthaus Krone, daneben der heutige Storchen. Links steht die Stadtkapelle.
Bild rechts: Der Marktplatz ist eine breite Straße. Über ihn floss ursprünglich der Dettenbach. Man nutzte ihn, um Unrat aus der Stadt bringen. Das war insbesondere bei der Metzig (Schlachthaus) notwendig.

Aquarelle 2016 Hans-Jürgen van Akkeren

 


 

Replik der Urkunde Waldkirch 1315 November 14

Replik der Urkunde Waldkirch 1315 November 14

von Hans-Jürgen van Akkeren

Replik_van-Akkeren_Urkunde_Waldkirch_1315_Nov_13
Urkunde geschrieben auf Aquarellpapier, nass gefaltet und patiniert. Nach Wunsch auch auf Ziegenpergament möglich.

Replik_van-Akkeren_Siegel_Johannes_von_Swarzenberc_Waldkirch_1315_Nov_13 Replik_van-Akkeren_Siegel_Uta_von_Swarzenberc_Waldkirch_1315_Nov_13 Replik_van-Akkeren_Siegel_Walther_von_Swarzenberc_Waldkirch_1315_Nov_13 Replik_van-Akkeren_Siegel_Stadt_Buerger_Waldkirch_1315_Nov_13
Siegel aus Wachs: Nach digitalisierten Vorlagen des Originals von Hand gefertigt und patiniert. Schnürung Leinen natur.
Siegel v.l.n.r: Johannes von Swarzenberc, Uta von Swarzenberc, Walther von Swarzenberc, Stadt/Bürger von Waldkirch

 

 

Original im Stadtarchiv Waldkirch

 

Am 14. November 1315 entstand die älteste im Stadtarchiv Waldkirch vorhandene Urkunde aus dem Hause Schwarzenberg.

 

Während andere, auch ältere, Urkunden an das Generallandesarchiv nach Karlsruhe abgegeben wurden, ist dieser Schatz noch heute im Stadtarchiv untergebracht.

 

Geldgeschäfte vor 700 Jahren

 

Johann von Schwarzenberg, damals alleiniger Stadtherr von Waldkirch, hatte sich 1315 von Johann Küchlin 70 und von Walter von Frankenstein 30 Mark Silber geliehen. Die fälligen Zinsen konnte er jedoch nicht selbst aufbringen und verpfändete daher den fälligen Betrag von 10 ein Halb Mark Silber aus der ihm zustehenden Steuer der Stadt Waldkirch. Seine Frau Uta von Üsenberg und ihr gemeinsamer Sohn Walter stimmen dieser Verpfändung in der vorliegenden Urkunde zu.

 

Damalige Lebenswirklichkeit in Waldkirch

 

Die Urkunde ist ein unmittelbares Zeitdokument zur damaligen Lebenswirklichkeit in Waldkirch und gewährt einen einmaligen Einblick in die Finanzgeschäfte der damaligen Herren. Die angehängten vier Siegel zeigen sowohl die Insignien der Schwarzenberger wie auch eines der ältesten noch erhaltenen Stadtsiegel.

 

Ein ganzer Kilometer historische Literatur

 

Neben dieser Urkunde gibt es noch einen ganzen Kilometer interessanter historischer Literatur, die jeder mit einem berechtigten Interesse im Stadtarchiv einsehen kann.

Um die Rückzahlung der Zinsen kümmerte sich Johann von Schwarzenberg übrigens nicht mehr, er verstarb im gleichen Jahr und hinterließ seinem Sohn die Schulden.

 


 

Kunstausstellung Elztalmuseum Waldkirch 24.6. - 10.7.2016

 

Di, 28. Juni 2016

Grenzüberschreitende Kunst

Waldkirch: Verein "Régiocréativ" zeigt im Elztalmuseum Arbeiten von 21 Künstlern

Unter dem Titel "Begegnungen" sind bis zum 10. Juli die Werke von 21 Künstlerinnen und Künstlern aus Waldkirch, Sélestat und weiteren Orten dies-…

Badische-Zeitung.de

 

Kunstausstellung im Elztalmuseum Waldkirch

Hans-Jürgen van Akkeren stellt aus, Aquarelle über die Geschichte Waldkirchs und Repliken mittelalterlicher Urkunden der Herren von Schwarzenberg

vom 24. Juni bis 10. Juli 2016

Deutsch-Französische Gemeinschaftsausstellung

Kunstausstellung_Waldkirch_2016_Elztalmuseum   GLA Karlsruhe Sig 24 Nr 1238 - Replik van Akkeren

2016 feiern die Städte Waldkirch und Sélestat das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft. In Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Künstlerverein Régiocréativ wird im Elztalmuseum eine Ausstellung von über 20 Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Sparten gezeigt. So sind unter anderem Bilder, Skulpturen, Fotografien und Glasarbeiten zu sehen.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Elztalmuseum Waldkirch am Freitag, den 24.06.2016 um 17 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Gez.

Roman Götzmann
Oberbürgermeister

Gregor Swierczyna
Leitung Abteilung Kultur

 

Elztalmuseum
Kirchplatz 4
79183 Waldkirch

Tel. 07681 478530
www.elztalmuseum.de

Öffnungszeiten:
Di - Sa: 15 - 17 Uhr
So:        11 - 17 Uhr


 

Replik der Urkunde Waldkirch vom 23. August 1335

Replik der Urkunde Waldkirch vom 23. August 1335

1335 – August 23.

Berthold der Tekkinger von Waldkirch verleiht an Ulrich den Metzger von Gloter, Bürger zu Freiburg, zwei Grundsstücke im „Frenkelins Grien“ zu Denzlingen als Erblehen.

Originalabbildung der Urkunde, max. Breite 226 mm; max. Höhe 189 mm

Geltende, zitierfähige Signatur des Generallandesarchiv Karlsruhe: 21 Nr. 1386

 Quelle: GLA Karlsruhe

Replik_Urkunde_Waldkirch-1335_1

Urkunde mit Siegel der Stadt Waldkirch

Replik von Hans-Jürgen van Akkeren

 


 

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