Zitat von Albrecht Dürer:
«Item wer ein Moler will werden, der muß van Natür dorzu geschick sein. Item die Kunst des Malens würd baß durch Lieb und Lust gelernt dann durch Zwang. Item aus welchem ein großer künstreicher Moler soll werden, der muß ganz van Jugend auf darbei er- zogen werden. Item er muß van guter Werkleut kunst erstlich viel abmachen, bis daß er ein freie Hand erlangt.»

 

2 Repliken der Düsseldorfer Pessach Haggadah für das Archäologische Landesmuseum in Konstanz

Zwei Repliken auf Kalbspergament der Düsseldorfer Pessach Haggadah
für das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz

 

Duesseldorfer.Pessach.Haggada.1.1430.Replik.Atelier-van-Akkeren.de    Duesseldorfer.Pessach.Haggada.2.1430.Replik.Atelier-van-Akkeren.de
Repliken der Düsseldorfer Pessach Haggada. Die Originalen entstanden um 1430.

Eine um 1430 am Mittelrhein oder am Bodensee entstandene Passach-Haggadah. Die ganzseitigen Miniaturen sind durch gotische Gebäude strukturiert, und es gibt zahlreiche Abbildungen von Büchern. Die abgebildeten Menschen tragen sowohl prächtige als auch einfache Gewänder und eine Vielzahl verschiedener Kopfbedeckungen.

 

Repliken des Darmstädter Pessah Haggada

von Hans-Jürgen van Akkeren

Hans-Juergen.van.Akkeren.2017

Die Anfertigung von zwei Repliken des Darmstädter Pessah Haggadah ist meine bislang spannendste künstlerische Herausforderung. Sie entstand für die Ausstellung „Zu Gast bei Juden“ am Archäologischen Landesmuseum in Konstanz (8. April bis 29. Oktober 2017).
Die prachtvolle Bilderhandschrift ist um 1430 am Mittelrhein oder am Bodensee geschaffen worden. Sie befindet sich heute in der Universität Heidelberg. Solche Bücher dienten als Handlungsanweisungen bei dem Fest vor dem Erev Pessach.
Das Kalbspergament wurde zunächst nach meinen Empfehlungen von einem spezialisierten Handwerker sorgfältig vorbehandelt. Ich habe es dann mit Farben aus hochwertigen mineralischen Pigmenten bemalt. Bis zur Fertigstellung von jeder der beiden Seiten habe ich etwa 100 Stunden gebraucht.
Seit vielen Jahren experimentiere ich mit mittelalterlichen Mal- und Schreibtechniken. Große Aufmerksamkeit genießen Nachschöpfungen der Wonnentaler Liederhandschrift (Graduale) aus der Zeit um 1360 oder der Waldkircher Stadtrechtsurkunde von 1300.

Großen Wert lege ich darauf, dass das Faksimile auch die Fehlstellen und Fehler des Originals aufweist (Siehe Bildausschnitte).

 

Replik1.Aussschnitt1.Duesseldorfer.Pessach.Haggada.Atelier-van-Akkeren.de  Ausschnitt2
Bildausschnitte der beiden Repliken von Hans-Jürgen van Akkeren

 

Sonderausstellung Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg

Zu Gast bei Juden. Leben in der mittelalterlichen Stadt

In Konstanz vom 8. April bis 29. Oktober 2017.

Kooperationspartner und Schirmherrschaft

Eine gemeinsame Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg (ALM) und des Exzellenzclusters ‚Kulturelle Grundlagen von Integration’ der Universität Konstanz. Für die Übernahme der Schirmherrschaft danken wir Herrn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Jüdisches Leben im Bodenseegebiet

Wer im späten Mittelalter die Städte im Bodenseeraum besuchte, traf wie selbstverständlich im bunten Trubel auch auf deren jüdische Bewohner. Über 250 Jahre lang, von etwa 1200 bis etwa 1450, waren jüdische Familien Teil der städtischen Kultur des Mittelalters. Die Juden pflegten Beziehungen zu Klerikern, Rittern und Kaufleuten, betrieben theologische Studien und waren kosmopolitisch vernetzt bis nach Frankreich, Italien und Böhmen. Die städtische Kultur des Mittelalters am Bodensee war - in dieser Hinsicht der Gegenwart nicht unähnlich - von einem multireligiösen und multikulturellen Alltag geprägt. Ab dem Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das Zusammenleben durch brutale Verfolgungswellen immer wieder unterbrochen. Schließlich beendete die Vertreibung der Juden aus den Städten im 15. Jahrhundert die gemeinsame Kultur, und das jüdische Erbe wurde weitgehend zerstört. Durch diese gezielte Vernichtung ist die gemeinsame Geschichte fast vergessen. Falsche Vorstellungen haben sich unter Juden wie Nichtjuden über diese Epoche ausgebreitet. Anders als angenommen lebten die Juden der Bodenseeregion zum Beispiel keineswegs in Ghettos, sondern oft im Zentrum der Städte und hatten christliche Nachbarn.

Die Ausstellung

Die Erforschung der bedeutenden Kulturregion Bodensee fand bisher nahezu ohne Berücksichtigung ihrer jüdischen Anteile statt. Die Sonderschau hingegen präsentiert das gemeinsame kulturelle Erbe von Juden und Christen im erweiterten Bodenseegebiet im Rahmen des Programms zum „Jahr der Religionen“ der Konstanzer Konzilsfeierlichkeiten 2017. Damit soll der jüdische Aspekt dieser Kulturen zum einen in der Kulturgeschichte des Bodenseeraumes und zum anderen in der Geschichte der Juden in Europa verankert werden. Dafür wurde die Forschung zusammengetragen und die wenigen und zerstreuten Spuren des jüdischen Erbes gesichert. Viele der raren Zeugnisse sind bisher schlecht erforscht. Gemeinsam mit Studierenden der Universität Konstanz hat die Professorin für die Geschichte der Religionen, Prof. Dr. Dorothea Weltecke, diese Hinterlassenschaften intensiv untersucht und stellt nun erstmals die neuen Forschungsergebnisse vor.

Die Besucherinnen und Besucher begegnen vor allem der Bilderwelt der Juden am Bodensee als dem besonders herausragenden Zeugnis der mittelalterlichen jüdischen Kultur der Region. Bildquellen wurden bisher vor allem dazu genutzt, um den diskriminierenden und aggressiven Blick auf Juden im Mittelalter zu verstehen. Dagegen werden erst seit wenigen Jahren von Juden in Auftrag gegebene Bilder gewürdigt. Diese Perspektive wird hier zum ersten Mal in einer Ausstellung erfahrbar.

Die Ausstellung ist zweisprachig in Deutsch und Englisch.

Die Exponate

Neben Medieninstallationen zeigt die Ausstellung prunkvolle Exponate wie hebräische Prachthandschriften, die in Konstanz oder in benachbarten Städten hergestellt wurden. Aber auch stille Zeugen jüdischen Lebens sind zu sehen, deren Bedeutung sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Dazu gehören neben Gebrauchshandschriften, Urkunden und Siegeln weitere Gegenstände, die mit jüdischem Leben in Verbindung stehen.

Im Zentrum der Ausstellung befindet sich die Nachbildung einer mittelalterlichen jüdischen Züricher Wohnstube. Bild- und Schriftquellen sowie materielle Überreste werden als Spurenlese erfahrbar und vermitteln einen Eindruck vom Miteinander und von der wiederkehrenden Gewalt in der Welt der Bodenseestädte.

Es werden kostbare Leihgaben präsentiert, die sich heute in Oxford, Budapest, Darmstadt, Hamburg, München, Zürich und an weiteren Orten befinden. Sie wurden bisher nie zusammen gezeigt und kehren nun zum ersten Mal zum Ort ihrer Entstehung zurück.

Der Ausstellungsort

Der Ort der Sonderschau in Konstanz bietet die einmalige Möglichkeit, Ausstellung und Erinnerungsorte jüdischer Geschichte in der Konstanzer Altstadt im Rahmen von Führungen zu verknüpfen.

Begleitpublikation

Zur Ausstellung erscheint im Stadler Verlag ein umfangreicher Begleitband. Der Katalog bietet dem historisch interessierten Laien sowie dem wissenschaftlichen Publikum einen Einblick in die jüdisch-christliche Geschichte des erweiterten Bodenseegebietes auf der Grundlage neuester Ergebnisse durch junge Konstanzer Forscher und international anerkannte Spezialisten. Er umfasst mit seiner reichen Bebilderung auch einen Katalog der Exponate und interpretiert diese im historischen Rahmen. Preis 19,80 €

Rahmenprogramm

Begleitend zur Sonderausstellung wird eine Vortragsreihe sowie ein umfangreiches Vermittlungs-programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Museum - auch kombiniert mit Führungen in der Stadt Konstanz - angeboten.

Eintrittspreise

7,- €, ermäßigt 5,- €, Kinder (6-18 J.) 1,- €, Familien 14 €, Schüler- und Jugendgruppen 1 € pro Person, 2 Begleitpersonen frei.
Gruppenführungen auf Anfrage.

Ausstellungsort: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Benediktinerplatz 5, D-78467 Konstanz

Öffnungszeiten: Ganzjährig Dienstag-Sonntag, feiertags 10-18:00 Uhr, montags geschlossen.

http://www.konstanz.alm-bw.de/de/zu-gast.html

Landesausstellung Konstanz 2017


 

19.03.2017 Mittelalterliches Scriptorium im Archäologischen Landesmuseum BW in Konstanz mit Hans-Jürgen van Akkeren

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg

Tag der offenen Tür am 19.03.2017

Zwischen Himmel und Erde - Von Jagdzauber bis Kaiserkult

Sonntag, 19.03.2017

Der Tag der offenen Tür wird jedes Mal zum Geburtstag des Archäologischen Landesmuseums gefeiert. Diesmal steht ein ganz besonderes Datum an, denn das Museum wurde vor 25 Jahren am 14. März 1992 eröffnet.

Bei diesem Tag der offenen Tür widmen wir uns einem besonderen Thema, den geheimen und öffentlichen Kulten, Ritualen
und Glaubensäußerungen, die die Menschheit schon seit Jahrtausenden umtreibt: Von der mutmaßlichen Jagdmagie der Altsteinzeit, der Ahnenverehrung der Jungsteinzeit über den Kaiserkult der Römer bis hin zu den christlichen Bräuchen der gerade „bekehrten“ Alamannen.

Spannende Vorführungen gewähren Einblicke in lang zurückliegende Vorstellungen von den Dingen zwischen Himmel und Erde oder der Besetzung des jeweiligen Götterhimmels. Führungen durch das Museum erläutern die archäologischen Überreste der unterschiedlichsten Kultausübungen. Mitmachaktionen für die ganze Familie wie Anfertigung  altsteinzeitlicher Tierfiguren, das Bemalen römischer Götterfiguren oder die Herstellung von Goldblattkreuzen mit Pressmodeln stehen selbstverständlich ebenfalls auf unserem Programm! Das entzückende Stück „Ali und die Zaubervögel“ des Puppentheaters Kassandra feiert zudem an diesem Tag seine Premiere bei uns!

„Ein mittelalterliches Scriptorium“

Im Foyer des Museums finden Sie die Mitmachaktion "Ein Mittelalterliches Scriptorium" von Hans-Jürgen van Akkeren. Neben zahlreichen Informationen über Erscheinungsformen und Aufbau mittelalterlicher Urkunden, Herstellung des Beschreibstoffs, der Schreibtinte und Siegel, können Sie in der Mitmachaktion unter seiner Leitung das Handwerk eines mittelalterlichen Schreibers ausüben.

Für das leibliche Wohl aller Besucher ist natürlich gesorgt: die Damen von Inner Wheel Konstanz-Constantia versorgen Sie auch dieses Jahr mit Köstlichkeiten aller Art.

Der Eintritt ins Museum ist am Tag der offenen Tür frei.
Für die Mitmachaktionen ist ein zusätzlicher Materialbeitrag zu entrichten.

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg

http://www.konstanz.alm-bw.de/de/
Benediktinerplatz 5
78467 Konstanz


Fototainment Burgruine Lichteneck Januar 2017

Burgruine Lichteneck

 

Burg Lichteneck 2017 Hans-Juergen van Akkeren

Burgruine Lichteneck bei Kenzingen-Hecklingen im Januar 2017
Foto © Hans-Jürgen van Akkeren

Kategorie: Fototainment


 

BZ Artikel: Neuenburg - Prägend für ganze Generationen

Aus der Presse: Badische-Zeitung, Neuenburg Do, 01. Dezember 2016

Prägend für ganze Generationen

Über Naturkatastrophen in Baden-Württemberg sprach Thomas Adam, Leiter des Städtischen Museums Bruchsal, in Neuenburg.

Foto: Dorothee Philipp

Auszug aus der Presse: "Die Details machen es aus: Ein zeitgenössischer Stich, bei dem Adam die wichtigste Partie, die Reste des Neuenburger Münsters, herausvergrößert hat Foto: Dorothee Philipp

Adam hat auch die Animation von Hans-Jürgen van Akkeren dabei, die zeigt, wie 1525 das Rheinhochwasser die Stadt Neuenburg eingeschlossen und die ganze Weststadt weggespült hat."

Ganzen Artikel lesen: Badische-Zeitung | http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/praegend-fuer-ganze-generationen--130499878.html

 

Film über die Hochwassersimulation bei Neuenburg: http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/wie-das-hochwasser-von-1480-teile-neuenburgs-in-die-rheinfluten-riss--80362209.html

Weitere Themen zur Hochwasserforschung: http://www.badische-zeitung.de/infobox-wap3s4q/hochwasserforschung--80362185.html


 

 

BZ Artikel: Waldkirch - Ein kirchliches Kleinod in der Stadt

Aus der Presse: Badische-Zeitung, Waldkirch Fr, 16. September 2016

Ein kirchliches Kleinod in der Stadt

Die Stadtkapelle Unserer Lieben Frau wurde im 14. Jahrhundert als erste Kirche innerhalb der Stadtmauern gebaut.

Foto: Helmut Rothermel

Auszug aus der Presse: "Der Kirchenhistoriker Peter Zürcher (rechts) moderierte den Tag des offenen Denkmals in der Stadtkapelle, die Theologin Dorothea Scherle (daneben) stellte den Kreuzweg von Georg Scholz vor. Foto: Helmut Rothermel

Den Anfang machte die Videoanimation "Mittelalterliche Stadt Waldkirch um 1400 – eine Rekonstruktion" von Hans-Jürgen van Akkeren in Zusammenarbeit mit dem Archäologen Andreas Haasis-Berner. Zu sehen sind darin unter anderem die damalige Kastelburg, das westlich gelegene Niedertor, die Stadtkapelle, das Gasthaus "Kleiner Bär" (heute "Zum Storchen"), der Gewerbekanal mit der Herrenmühle und die Stadtbefestigung. Angesehen werde kann die Animation im Internet auf Youtube."

Ganzen Artikel lesen: Badische-Zeitung | http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/ein-kirchliches-kleinod-in-der-stadt--127263477.html

Weitere Themen: http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/altes-waldkirch-in-gemaelden--119050021.html

 

 

Film: https://youtu.be/SiMjyTKEGQo


 

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